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Immobilienkredit

Der Immobilienkredit ist eine besondere Form vom langfristigen Darlehen mit grundpfandrechtlicher Sicherheit.

Eine Immobilie ist ein teures Vergnügen, das sich nicht jeder leisten kann. Ein Haus oder eine Wohnung ab sofort zu kaufen, ermöglicht Menschen ein Immobilienkredit.
Der Immobilienkredit stellt eine sehr verbreitete Form vom langfristigen Darlehen dar und wird heute von vielen Banken und Vermittlern zu relativ günstigen Konditionen angeboten. Aber wie jeder andere Kredit hat dieser seine eigenen Merkmale.

Sicherheiten

Da die Banken bei Immobilienkredite einen sehr hohen Betrag leihen, fordern sie von Kreditnehmer die Sicherheit von maximalem Wert und vergeben nur grundpfandrechtlich gesicherte Darlehen. Das bedeutet, dass bei einem Rückzahlungsausfall sind die Banken berechtigt, die Immobilie über eine Zwangsversteigerung zu verkaufen. Die Sicherheit kann in Form von einer Hypothek oder Grundschuld erfolgen.

  • Die Hypothek ist immer mit der Kreditsumme verbunden, die sie besichern soll. Der Schuldner bezahlt regelmäßig seine finanzielle Verpflichtungen und reduziert dadurch die anfänglich vereinbarte Summe.
  • Die Grundschuld kommt heute in Deutschland häufiger vor und hat im Gegensatz zur Hypothek mit der Kreditsumme nichts zu tun. Sollte der Kredit zurückgezahlt sein, kann die Grundschuld als Sicherheit für einen neuen Kredit verwendet werden. Darüber hinaus ist sie auf Dritter übertragbar.

Die beiden Formen werden durch die Eintragung in das Grundbuch fixiert.

Laufzeit und Zinsen

Die Gesamtlaufzeit des Kredits ist selten weniger als 10 Jahre. In der Regel hängt die Laufzeit von der Kreditsumme, Rückzahlungsrate und der monatlichen Belastung ab. Es gibt jedoch keine ideale Laufzeit. Beim Immobilienkredit gilt: je länger die Laufzeit ist, desto niedriger sind die aktuellen Zinsen, und je kürzer die Laufzeit ist, desto schneller wird der Verbraucher wieder schuldenfrei. Dabei hängt der Zinssatz auch von verschiedenen Faktoren ab, zum Beispiel von der Bonität oder den Sicherheiten.

Höhe

Die geliehene Geldsumme bei einem Immobilienkredit kann sehr hoch sein: von 10.000 Euro bis einigen Millionen Euro. Der entscheidende Faktor hier ist der Wert des Objekts, nicht sein Kaufpreis. Dazu wird ein Gutachten erstellt, das immer kostenpflichtig ist. Der Preis ist in der Regel verhandelbar.

Sondertilgung

Viele Banken bieten Immobilienkredite mit Sondertilgungsrechte an (häufig bis zu 5% kostenlos). Das ist eine perfekte Möglichkeit, den Kredit durch Eintragung der zusätzlichen Zahlungen schneller abzulösen. Solche außerplanmäßige Tilgungen verringern die Zinslast und verkürzen die Laufzeit. Das bedeutet, dass man kann damit viel sparen. Die Hohe der Sondertilgung wird bei Vertragsabschluss festgelegt.

Eigenkapital

Der Kauf einer Immobilie ohne Eigenkapital ist fast unmöglich. Und die meisten denken, dass je mehr, desto besser ist: das Finanzierungsrisiko senkt – die Bank bietet niedriger Zinsen an. Die Praxis zeigt aber, dass viel Eigenkapital nicht immer gut. Es gibt einige Situationen, wenn sich der Kauf mit wenig Eigenkapital lohnt (mindestens 20% der gesamten Kreditsumme).

Wie man sieht, hat ein Immobilienkredit gegenüber anderen Arten von Darlehen bestimmte Vor- und Nachteile, die man folgendes strukturiert werden kann:

Vorteile Nachteile
  • niedrige Zinsen
  • lange Laufzeit
  • hohe Kreditsumme
  • Sondertilgungen
  • hohe Sicherheiten
  • zusätzliche Kosten (z.B.: Wertgutachten, für die Grundbucheintragung)
  • Eigenkapital

Bei der Immobilienfinanzierung hängt viel von der Risikobereitschaft des Kreditgebers und der individuelle Lage des Kreditnehmers ab. Doch ein Immobilienkredit ist nur dann sinnvoll, wenn es um das  wirklich große Geld geht.