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Die 5 häufigsten Irrtümer bei Krediten

Aus Fehlern wird man klug, heißt es. Aber manche möchte man am liebsten gar nicht machen, etwa bei Krediten. Denn in diesem Bereich können Fehlentscheidungen und Irrtümer teuer zu stehen kommen.

Das sind die 5 häufigsten Kredit-Irrtümer:

  1. Überziehung des Girokontos ist nicht teurer als einen Kredit aufnehmen, und noch dazu weniger kompliziert. Falsch! Abgesehen davon, dass Überziehung genauso ein Kredit ist, ist sie wesentlich teure Alternative. Ganz einfache Rechnung dazu: Nimmt man einen 5.000 Euro Kredit auf mit Zinssatz 5%, zahlt man in 12 Monaten 250 Euro an Zinsen. Die Kontoüberziehung kostet durchschnittlich 13% pro Jahr, was 650 Euro reine Zinszahlung bedeutet. Es ergibt sich ein Zinsunterschied von 400 Euro, also mehr als doppelt so viel!
  2. Der niedrigste Zins aus allen ist entscheidend. Falsch! Die Banken bei der Werbung von Krediten listen immer Nominalzins auf, was rein die Zinsen für Kredit bedeutet. Entscheiden ist allerdings der Effektivzins, welcher Kontoführung, Bearbeitungsgebühren usw. beinhaltet. Effektivzins ist immer höher als Nominalzins, und erst er zeigt die wahren Kosten für den gewünschten Kredit.
  3. Ein negativer Schufaeintrag bedeutet immer eine Kreditabsage. Falsch! Richtig ist nur, dass es etwas schwieriger ist einen Kredit in dem Fall zu bekommen, aber keinesfalls ist es unmöglich. Denn einerseits kann man sich um Schufaeinträge kümmern und diese löschen lassen, andererseits kann man eigene Bonität mit Hilfe von einem soliden Bürge, welcher für Sicherheit bei der Kreditvergabe sorgt, verbessern. Abgesehen davon gibt es mittlerweile zahlreiche Kreditanbieter, die sich darauf spezialisiert haben, Kredite ohne Schufa-Auskunft zu vergeben.
  4. Unterschriebener Kreditvertrag bedeutet eine unwiderrufliche Bindung. Falsch! Kreditnehmer haben ein zweiwöchiges Widerrufsrecht. Es geht ganz einfach: Schriftlich, am besten per Einschreiben, eine Begründung ist dabei nicht notwendig.
  5. Hausbank ist immer die beste Entscheidung, da sie die Kunde kennen und so passende Offerte anbieten können. Falsch! Zwar wenn ein langjähriges Vertrauensverhältnis zur Hausbank besteht, ist es sinnvoll, auch dort die Finanzierungsmöglichkeiten zu erfragen. Gilt man dort als zuverlässiger Kunde, kann die Hausbank einen oder anderen Zinsabschlag machen. Sich nur auf das Angebot der Hausbank zu stürzen, kann jedoch kostspielig sein. Nur ein Vergleich mit den Konditionen anderer Kreditgeber wahrt die Chance auf einen günstigen Kredit – bei der Hausbank kann man mit gewonnenen Informationen sogar verhandeln und gegebenenfalls bessere Konditionen holen. Oft sind die Konditionen der Online-Anbieter dennoch preiswerter.

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