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Fremdwährungskredit: Vor- und Nachteile

Die Kreditzinsen waren nicht immer so niedrig wie jetzt. Noch vor keine ein paar Jahren hat es anders ausgeschaut, so dass Fremdwährungskredite eine echte Alternative zu Euro-Krediten waren. Sie waren günstig, und vor allem bei Hausbauern beliebt. Auch wenn Interesse an Fremdwährungskrediten wegen niedrigen Zinsen bei Krediten in der nationalen Währung gesunken ist, gibt es immer wieder genug Menschen, welche Fremdwährungskredite aufnehmen – sei es, sie finden diese finanziell attraktiv, oder es wurde Ihnen so von Finanzberater empfohlen. Doch es ist immer gut, sich zu informieren, dass neben vielen Vorteilen auch Nachteile und Risken bei solchen Krediten gibt.

Was ist überhaupt ein Fremdwährungskredit?

Ein Fremdwährungskredit wird als solcher definiert, wenn ein Kredit anstatt in wie gewöhnlich in Euro aufzunehmen, wird in Fremdwährung aufgenommen. Besonders beliebt sind die Kredite in Schweizer Franken, Japanischem Yen oder US-Dollar. Basiswährung bleibt immer Euro. Währungsschwankungen werden ebenso in Euro dargestellt.

Wichtiger Unterschied zum Kredit in der nationalen Währung: Fremdwährungskredit wird erst am Ende der Laufzeit getilgt, regelmäßig werden nur die anfallenden Zinsen an den Gläubiger gezahlt.

Was sind die Vorteile einer Fremdwährungsfinanzierung?

Es würde nicht so viele Banken Fremdwährungskredite anbieten, wenn keine Interesse da wäre. Also tatsächlich haben Kredite in Franken, Dollar und Yen mehrere Vorteile. Einerseits sind die Zinsen in Fremdwährung meistens günstiger als in Euro. Zum Vergleich, Baufinanzierungszinsen in Euro liegen zurzeit (je nach der Dauer und Summe) bei etwa 4%. Kredite in US-Dollar und in Schweizer Franken liegen meistens unter 3 %, in Japanischem Yen – sogar unter 2%. Also zumindest rein theoretisch kann man schon mehr als die Hälfte der Zinsen einsparen.

Andererseits hoffen viele Fremdwährungskreditnehmer auf Währungsgewinne, welche entstehen, wenn der Kurs des Euro steigt. Im günstigsten Fall wird man am Ende sogar eine kleinere Kreditsumme zurückzahlen, als man bekommen hat.

Was sind die Nachteile beim Fremdwährungskredit?

Eins ist klar: Ein Kredit in fremde Währung ist ein Spekulationsgeschäft. Die Wahrscheinlichkeit, dass man am Ende auf einer Gewinnerseite landet, ist genauso groß wie die Wahrscheinlichkeit, dass man verliert. Es liegt vor allem daran, dass man nicht voraussehen kann wie sich der Wechselkurs nach Jahren entwickeln wird.

Des Weiteren gibt es ein Zinsänderungsrisiko: Steigen die Zinsen, kann ein Fremdwährungskredit weniger vorteilhaft werden. Dann gibt es noch Gebühren und Nebenkosten, welche bei solchen Krediten höher ausfallen können als bei Krediten in Euro.

Zu guter Letzt: Fremdwährungskredite fordern mehr Aufmerksamkeit und Zeit, welche Kreditnehmer brauchen um den Kredit ständig beobachten zu können. Ungünstige Entwicklungen erfordern oft eine schnelle Handlung, wie etwa Währungswechsel.

Fazit: Kredite in der fremden Währung sind günstiger solange der Euro stark bleibt und der Leitzins niedrig. Es bedarf allerding eine regelmäßige Beobachtung seitens des Kreditnehmers, damit in Falle eine ungünstige Änderung sofort reagiert werden kann. Eine professionelle Beratung sowie eine sehr gute Bonität sind bei Fremdwährungskrediten ein Muss.

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