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Konkurrenz für die Banken?

Banken haben sich fest in unserem Alltagsleben etabliert. Banksystemen gibt es in Europa eigentlich schon seit dem 13. Jahrhundert. Man möge allein deswegen denken, es wird – auch wenn nicht immer, dann sicher lange – so bleiben. Doch die Entwicklungen der letzten Zeit zeigen, dass es womöglich nicht sicher ist.

Wo schwächelt es bei den Banken

Betrachtet man aus der Sicht eines Kunden das Bankenverhalten, erkennt man einiges, was man gern anders hätte. Bankomatgebühren, hohe Überzugszinsen, strenge Vorschriften bei Kreditvergaben, halbmotivierte Mitarbeiter – nur um einige davon zu nennen. Die Fälle sind nicht neu, doch Banken wollen bzw können nicht schnell genug darauf reagieren. Es wäre auch nicht schlimm vor allem für die Banken selbst, würden wir nicht in den Zeiten der Digitalisierung leben.

Digitale Wirtschaft entwickelt sich nach eigenen Regeln. Die Grundregel der digitalen Wirtschaft besagt, dass sobald Kosten höher als notwendig sind (und diese gibt es bei den Banken allein wegen Filialen) bzw. Barrieren gibt (hier wären Öffnungszeiten und Wartezeiten gute Beispiele dafür), entstehen neue Geschäftsmodelle. Und diese greifen dann Bankbereiche an.

Aktuelle Entwicklungen auf dem Finanzmarkt

Verfolgt man die aktuellen Entwicklungen, weißt man, dass in den letzten Jahren vor allem von Financial Technology (abgekürzt FinTech) oft die Rede war. Die Services, welche Fintechs den Kunden anbieten, sind zum Vergleich zu den Banken viel günstiger, moderner und bequemer. Vor allem unter jungen Menschen sind die Fintech-Dienstleistungen sehr beliebt. Es ist nur die Frage der Zeit, bis sich diese auch unter älteren Personen gut verbreiten. Eins ist sicher: Fintech Produkte erfüllen die Erwartungen der Verbraucher gerade dort, wo es die Banken nicht tun, etwa mit einfachem Bezahlen, einer Echtzeit-Rückmeldungen auf Anfragen oder diversen Bonusprogrammen.

Tatsächlich hat sich der Bereich sehr stark entwickelt, so dass sogar die besten Ökonomen und Finanzmagnaten in FinTech eine Zukunft sehen und traditionellen Banken eine kleinere Bedeutung als gegenwärtig in absehbarer Zeit prophezeien.

Kryptowährung Bitcoin ist eine weitere Innovation, welche die Banken beschäftigt. Bei Bitcoin handelt es sich um einen digitalen Kontoauszug, welcher die Zahlungen dezentralisiert und so unabhängig von Banken macht. Bitcoin-Zahlungen werden mittlerweile bei vielen Onlineshops, aber auch in diversen Lokalen, bei Dienstleistern usw. akzeptiert. Kryptowährungen stellen die Banken unter Druck und lassen sie überlegen, wie sie für Banken benutzt werden können.

Technik bedroht Tradition?

Fakt ist: traditionelle Banken verlieren Kunden, sei es an Online-Banken, an Financial Technology oder an anderen Dienstanbieter. Auch die Kryptowährung lässt Banken überflüssig wirken. Das sind die Trends, die seit Jahren am Markt sind und ständig an Beliebtheit gewinnen. Die Entwicklung erfolgt aber rasch, so dass die Banken schnell reagieren und handeln müssen, um nicht den geeigneten Moment zu verpassen, aus den beiden – zurzeit noch Konkurrenten – dann doch noch einen Kooperationspartner zu machen. Denn es ist für alle Seiten vom Vorteil, die Vorzuge der anderen zu nutzen und davon zu profitieren. Banken müssen nur ihre etwas starren Regeln lockern um flexibler zu werden. Denn nur dann gewinnen am Ende alle – und das ohne einen Krieg zu führen – auch die Kunden.

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