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Kredite von Privatpersonen

Es gibt viele Gründe, warum man kein Kredit bei einer Bank aufnehmen will. Manche finden es umständlich, für andere passen die Konditionen nicht, man bekommt eine Kreditablehnung oder findet schlichteinfach das gesamte Verfahren einer Kreditbeantragung bei einer Bank unangenehm. Da man hin und wieder trotzdem ein Kredit braucht, entscheiden sich viele für Kredite von Privatpersonen. Doch sind solche Kredite wirklich besser – und auch komplikationsfreier, als bei einer Bank?

Gleich vorweg: Kredite von Privatpersonen – sei es von Eltern, Freunden oder Nachbarn – gibt es seit eh und je. Sie sind attraktiv und unterscheiden sich in manchen Eigenschaften von Bankkrediten. So sind private Kredite sehr flexibel und die Bedingungen können frei vereinbart werden. Das heißt, sowohl die Dauer, als auch die monatlichen Raten sowie Aufschübe sind reine Vereinbarungssache. In manchen Fällen müssen sogar keine Zinssätze bezahlt werden, oder sie bleiben im untersten Bereich.

Auch wenn es alles so schön klingt, es gibt etwas, was bei Privatkrediten gern übersehen wird. Nicht umsonst sagt man „Beim Geld hört die Freundschaft auf“. Man greift schnell finanziell dem besten Freund oder einem Verwandten unter die Armen, macht ein Handschlag und denkt nicht länger darüber nach. Man kennt die Person, vertraut ihr und rechnet mit rechtzeitigen Rückzahlungen. Spätestens wenn mehrere Rückzahlungen ausbleiben, wacht man auf. Und plötzlich ist es vom Interesse, warum einer Bank vorher der nahstehenden Person eine Kreditablehnung erteilt hat, oder was an sich ein schriftlicher privater Darlehensvertrag hat.

In der Realität ist es so, dass emotionale Bindungen eine große Rolle bei Privatdarlehen spielen, und man kaum darauf achtet, worauf, zum Beispiel, ein geschulter Bankangestellte achten würde. Nämlich auf Fähigkeit, das ausgeborgte Geld sicher und rechtzeitig zurückzuzahlen. Viele Experten raten sogar ab, an Freunde und Familienangehörige die großen Summen auszuleihen. Denn es passiert öfters als man denkt, dass man doppelt so viel verliert: nicht nur das Geld, sondern auch die Beziehungen gehen verloren.

Auch wenn es bei privaten Darlehen eine Formfreiheit herrscht, ist es doch von enormen Bedeutung, einen schriftlichen Darlehensvertrag abzuschließen. Vor allem, wenn es später zu Streitigkeiten kommen könnte, wird man im Falle eines Vertragsabschlusses mehr Chancen haben, sein Recht vor Gericht, und auch sein Geld zurück zu bekommen.

Ein schriftlicher Kreditvertrag unter Privatpersonen sollte folgende Daten beinhalten:

  • Kreditsumme in Ziffern sowie in Worten;
  • Name, Geburtsdatum sowie die Adressen sowohl vom Kreditgeber als auch vom Kreditnehmer;
  • Datum der Auszahlung, Kreditlaufzeit und Ratenhöhe;
  • Mögliche Zeugen;
  • Unterschriften.

In manchen Fällen müssen bei Privatkrediten auch steuerliche Aspekte beachtet werden.

Eins ist sicher: Man soll sich wirklich zwei Mal überlegen, bevor man sein Geld an Bekannte, Verwandte oder Nachbar leiht. Denn wenn etwas schiefläuft, sieht man das Geld vielleicht nie wieder, und nicht nur das – man verliert auch das Familienmitglied, oder eine langjährige Freundschaft zerbricht für immer.

 

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