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Unberechtigter Schufa-Eintrag

depositphotos.com / JanPietruszka

Von dem Scoring hängt es ab, ob man einen Kredit bekommt oder ob man eine Mietwohnung haben darf. Sogar einen einfachen Handyvertrag darf man nicht bei einem schlechten Score haben. Grund dafür ist ein oder mehrere negativen Schufa-Einträge. Doch nicht immer sind diese berechtigt.

Fehlergründe

Natürlich sind die meisten Schufa-Einträge berechtigt. Mal hat man eine Rechnung vergessen zu bezahlen, mal gab es eine Verzögerung bei Kredit-Rückzahlung, und schon wollen die Banken keinen Kredit vergeben oder Vermieter – keinen Wohnungsvertrag unterschreiben. Doch manche Einträge sind unberechtigt. Oft liegt es an einem schlichteinfachen Menschenfehler. Und diese können unterschiedlicher Natur sein.

Nur als Beispiel: Es gibt mehrere Tausend Müllers in Deutschland. Und ein oder anderer Müller haben sicher ein gleiches Geburtsdatum. So kann es zu einer Verwechselung kommen. Auch die ähnlichen Adressen könnten dafür sorgen, dass es bei Auskunfteien Fehler gemacht werden.

Die weiteren häufigsten Fehler liegen an nicht rechtzeitig gelöschten Einträgen.  So kann es mal vorkommen, dass ein abbezahlter Kredit doch noch als ein offenerer Kredit in der Schufa erscheint. Verzögerung bei den Dateneingaben kann einer der Gründe sein.

Was Betroffene tun können

Einmal im Jahr kostenlose Selbstauskunft bei der Schufa einholen sollte man sich zum Regel machen. Auch wenn die Methode nicht garantieren kann, dass zwischen den Auskünften doch nicht ein Fehler sich einschleicht, so kann man diese dadurch zumindest reduzieren.

Des Weiteren kann man sich bei Fehlerentdecken immer an Schufa wenden, um es korrigieren zu lassen. Auch Banken oder anderen Finanzierungsinstitute können die Ansprechpartner sein, wollte ein Fehler klar erkennbar von ihrer Seite kommen.

Verbesserungspflicht?

Nicht immer werden die Fehler eingesehen und sofort ausgebessert, so dass manchmal nur der Weg zu einem Ombudsmann oder sogar zum Gericht hilft. Die Methoden gehören aber eher zu den Ausnahmen, als zu den Regeln.

Folgen eines unberechtigten Schufa-Eintrages

Für den Betroffenen können unberechtigte Schufa-Einträge gravierend sein, denn nicht immer geht es um eine Kreditkartenbeantragung, welche abgelehnt wird, oder um einen Handyvertrag. Vielmehr kann es um lebensessentielle Dinge gehen, zum Beispiel um eine Mietwohnung, welche man durch einen falschen Schufa-Eintrag nicht bekommt. Bei solchen Fällen sind die Konsumenten – zumindest rein theoretisch – geschützt, denn sie können den Verursacher auf Schadensersatz klagen. Ob man dann den Gesamtschaden ersetzt bekommt, liegt eher an der Entscheidung des Richters, welcher den Prozess führt. Den Unternehmen sind allerdings die Risiken bewusst, so dass jede einzelne Meldung an die Schufa sorgfältig geprüft wird, um eben die oben genannten Situationen zu vermeiden.

Fazit: Unberechtigte Schufa-Einträge kommen rein statistisch in 1% der Fälle vor. Fehlergründe sind vielfältig und reichen von einer Namensverwechselung bis zu einem nicht rechtzeitig gelöschten Eintrag. Entdeckt man den Fehler, sollte man sofort reagieren und auf Überprüfung beziehungsweise Löschung bestehen. Nur in seltensten Fällen enden die Streite über einen falschen Eintrag vorm Gericht.

 

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