Die Frage nach der Kredithöhe stellt sich spätestens dann, wenn man vor der Entscheidung steht, einen Kredit aufzunehmen. Noch richtiger wäre es, die Frage wie folgt zu formulieren: Wie viel Kredit kann ich mir leisten? Denn erst nach dem man von monatlichen Einnahmen die monatlichen Gesamtausgaben abzieht, sieht man das frei verfügbare Einkommen. Dafür braucht man eine Haushaltsrechnung. Von ihr hängt im Wesentlichen die Kredithöhe ab. Wie man die Summe richtig ausrechnet und worauf man genau achten muss – das und mehr in unserem Artikel.
Kredit-Voraussetzungen
Bevor man damit beginnt, die Kreditsumme auszurechnen, soll man sich vergewissern, ob man kreditfähig und kreditwürdig ist. Kreditfähig ist man in Deutschland ab dem 18. Lebensjahr. Neben Volljährigkeit darf man nicht geistig – und in manchen Fällen auch körperlich – beeinträchtigt sein, um als kreditfähig zu gelten.
Kreditfähig bedeutet nicht automatisch kreditwürdig zu sein, so dass man – zumindest bei Banken als Kreditgeber – noch weitere Merkmale aufweisen muss. So zählt ein potentieller Kreditnehmer als kreditwürdig, sobald er ein unbefristetes Arbeitsverhältnis hat und es keine negativen Schufa-Einträge gibt.
Haushaltsrechnung
Haushaltsrechnung wird nicht von jeder Bank verlangt, jedoch ist sie sehr zu empfehlen. Ganz wichtig ist es dabei, zu sich selbst ehrlich zu bleiben. Je genauer die Zahlen sind, desto kleiner sind die Chancen, in Zukunft schlaflose Nächte wegen dem zukünftigen Kredit zu bekommen.
Viele Kreditgeber bieten oft auf Ihren Webseiten ihre eigenen Haushaltsrechner an. Diese sind nicht immer identisch, und dennoch haben sie eins gemeinsam – die Vorgehensweise sowie manche Kategorien bleiben immer gleich. Wir haben aus diesen in vereinfachten Form unsere eigene Tabelle erstellt, welche den ersten Überblick verschaffen könnte.
Im ersten Schritt sollten alle Einnahmen zusammengezählt werden. Dabei zählt man die Einnahmen von Partner dazu. Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld werden allerdings nicht berücksichtigt.
Zu Ausgaben gehören sowohl die regelmäßigen Aufwendungen wie etwa Miete oder Versicherungen, als auch die Lebenshaltungskosten (Bildung, Urlaub, Lebensmittel usw.). Empfehlenswert ist dabei, einen Puffer zwischen 10 und 20 Prozent zu berücksichtigen, sei es wegen möglichen Kostensteigerungen oder unerwarteten Ereignissen, wie etwa Reparaturen. Das heißt, dass das frei verfügbare Einkommen, welches sich aus Einnahmen – Ausgaben resultiert, wird noch mal um 10-20% reduziert. Der ergebene Betrag wird dann der monatlichen Kreditrate entsprechen, welcher sich der potentielle Kreditnehmer leisten kann.
Wie bereits oben erwähnt, unsere Tabelle ist eine vereinfachte Variante. Bei diversen Kreditanbieter, oder etwa hier auf focus.de findet man oft viel umfangreicheren Tabellen, welche diverse Kosten genauer trennen, und solche Posten wie Tierhaltung, Zeitungen oder Bausparen separat berücksichtigen.
| Wert in Euro | |
| EINNAHMEN | |
| Netto-Gehalt | |
| Nebenverdienst | |
| Sonstige Einkünfte | |
| Gesamteinnahmen monatlich | |
| AUSGABEN | |
| Miete | |
| Strom/Gas | |
| Internet/TV/Handy | |
| Versicherungen | |
| Rundfunkgebühren | |
| Freizeit | |
| Steuern | |
| Lebensmittel | |
| Kleidung/Schuhe | |
| Bildung | |
| Auto/Fahrkarten | |
| Kinder/Schule/KiTa | |
| Gesamtausgaben monatlich | |
| Differenz Einnahmen/Ausgaben = frei verfügbares Einkommen |
Fazit: Zusammengefasst kann gesagt werden, dass regelmäßige Einnahmen sowie das Ergebnis der Haushaltsrechnung ausschlaggebend für die Kreditvergabe sind. Unsere Tabelle lässt einschätzen, wie hoch zukünftige monatlichen Kreditraten sein könnten. Die Daten sind wiederrum für einen Kreditrechner wichtig, welcher dann die Gesamtsumme eines Kredites ausrechnet. Natürlich sind das alles nur ungefähre Zahlen, die genauen Zahlen werden von jeweiligen Kreditanbieter ausgerechnet.
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