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Wie viele Konten braucht die Beziehung?

Es gibt kaum Beziehungen wo nicht gestritten wird. Am häufigsten wird wegen schlechte Angewohnheiten, unterschiedliche Auffassungen oder Schwiegereltern gestritten. Doch aus das Thema Geld liegt auf den oberen Plätzen – deswegen wird in über 40% der Fälle gestritten. Der Klügere beugt den Streit vor und versucht alles so organisieren, dass es gar nicht zur Streitigkeiten kommt. Bei Geldfrage gäbe es mehrere Möglichkeiten.

Unter dem Motto: Meins ist auch deins

Viele Paare entscheiden sich für ein Gemeinschaftskonto. Man will schließlich nicht nur die Gefühle und das Bett, sondern auch die Finanzen teilen. Und das hat auch einige Vorteile: Man muss nur für 1 Konto Führungsgebühren zahlen, der Blick auf Kontostand ist immer erfreulicher da beide Verdienste auf ein Konto fließen, und man muss sich nicht mit Regeln ala „das zahlst du, das zahle ich“ auseinandersetzen, es wird alles einfach von einem Konto bezahlt.

So lange es zu keinen Problemen kommt, ist diese Möglichkeit ganz akzeptabel. Doch nicht jede Beziehung verläuft reibungslos, und sollte es mal zu Pfändung oder gar Trennung kommen, so kann es durchaus vorkommen, dass eine ehemalige Entscheidung, ein Gemeinschaftskonto zu haben, bereut wird.

Am besten überlegt man vor der Entscheidung ganz nüchtern und vorrausschauend: Habe ich so viel Vertrauen, wird in 10 Jahren alles genauso gut ausschauen, ist der Partner bei Thema Geld vertrauenswürdig. Denn beim Geld hört nicht nur die Freundschaft auf, sondern auch manche Beziehungen.

Getrennte Konten

Wenn man sich über gemeinsame Ausgaben einigen kann, für eigene Ausgaben selber aufkommen mag und sonst unabhängig in Geldfragen bleiben mag, so sind getrennte Konten eine gute Möglichkeit dazu. Es bleibt quasi alles so wie vor der Beziehung, nur die Fixausgaben wie etwa für Wohnung oder Kinderbetreuung werden geteilt. Es soll auch die bevorzugte Variante der Deutschen sein.

Drei Konten Modell

Noch eine Alternative wäre die Führung von drei Konten. Dabei wird ein extra Konto eingerichtet, und jeder Partner überweist je nach Vereinbarung eine bestimmte Summe darauf, womit die laufende Kosten der Paar bezahlt werden.

Mit dieser Variante bekommt man weder Risiken des Gemeinschaftskontos (wie Trennung, Pfändung), noch braucht man nicht immer wieder darüber diskutieren, wer was zahl, so wie es der Fall bei getrennten Konten sein könnte. Und man behält ein Stück Freiheit, in dem man nur ein Teil seines Verdienstes auf drittes Konto überweist, und über den Rest kann man frei verfügen. Es wird oft in Medien diskutiert, dass das Modell für den Partner, der weniger verdient, vom Nachteil ist. Aber das soll jeder für sich entscheiden, wie er es sieht.

Fazit: Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie man das Finanzielle in der Partnerschaft regelt, und keine einheitliche, bessere Lösung dafür. Jeder soll für sich selbst entscheiden, welche der Möglichkeiten für ihn am besten passt.

 

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